Warum der Igel bei uns lebt
Vielleicht denken Sie, der Igel sei ein klassisches Landtier. Wussten Sie jedoch, dass er gewissermassen vom Land in die Stadt «geflüchtet» ist? Durch die Intensivierung der Landwirtschaft sind viele Hecken, Bäume und Krautsäume verschwunden. Dadurch fehlen dem Igel wichtige Rückzugsorte sowie geeignete Nahrungsquellen. In Siedlungsgebieten findet er hingegen dank zahlreicher kleinräumiger Strukturen ein Umfeld, das ihm das Überleben ermöglicht. Mit dem Bewusstsein, dass der Igel mitten unter uns wohnt, lohnt es sich, unsere Umgebungen auch darauf zu prüfen, ob sie igelfreundlich sind.
Gefahren im Siedlungsgebiet
Doch auch in der Stadt ist das Leben für den Igel nicht ungefährlich. Die grössten Gefahren lauern oft in unmittelbarer Nähe:
- Verkehr: Igel können die Geschwindigkeit von Autos nicht einschätzen.
- Rasenroboter: Viele Modelle erkennen die stacheligen Tiere nicht als Hindernis und verletzen sie schwer.
- Gifte: Agrochemikalien und insbesondere Schneckenkorn töten nicht nur Schnecken, sondern auch Igel, die diese fressen.
Gut gemeint, aber falsch: Oft werden Igel unwissentlich gestört, etwa während ihres Winterschlafs. Ein erschreckter Igel verbraucht wertvolle Energiereserven, die ihm zum Überleben fehlen. Um solche Störungen zu vermeiden, hat die Stiftung PWG spezielle «Igeltafeln» entwickelt, mit denen Ruheplätze gekennzeichnet werden können.
Warum uns der Igel sympathisch ist
Der Igel ist ein friedlicher und faszinierender Nützling. Sein Aussehen mit den runden Augen und der feuchten kleinen Nase wirkt auf uns herzig. Im Gegensatz zu anderen Tieren, wie etwa dem Dachs, der durch Wühltätigkeiten Schäden verursachen kann, hinterlässt der Igel keine Spuren. Er ist trotz Schnüffel- und Grunzgeräuschen ein eher stiller Gast, der unsere Gärten bereichert.
Was der Igel braucht
- Unterschlupf: Der Igel sucht geschützte Orte unter Hecken, in Laubhaufen, unter Holzstapeln. Er fühlt sich auch unter Grillabdeckungen und Gerätekisten wohl.
- Nahrung: Als Insektenfresser ernährt er sich vor allem von Käfern, Larven und Würmern. Pflanzliche Nahrung kann er kaum verwerten. Einheimische Pflanzen locken diese Beutetiere an.
- Freie Bahn: Ein einzelner Garten reicht dem Igel nicht. Sein Revier umfasst oft über 20 Gärten. Daher ist es wichtig, dass unsere Zäune an der Unterseite durchlässig sind (z.B. mit einem kleinen Schlupfloch), damit er sich frei bewegen kann.
Die Stiftung PWG setzt sich aktiv für naturnahe Umgebungen ein, etwa durch die Pflanzung einheimischer Gewächse und das Belassen von Totholz, um dem Igel ein dauerhaftes Zuhause zu bieten.
Wettbewerb für Kinder
Gesucht sind Bilder und Fotos von Igeln in der eigenen Umgebung: Hast du schon einmal einen Igel um dein Wohnhaus entdeckt? Oder stellst du dir vor, wo er sich zwischen Gärten, Hecken und Innenhöfen verstecken könnte? Ob gezeichnet, gemalt oder fotografiert – gefragt sind kreative Ideen, die zeigen, wie der Igel bei uns lebt.
- Preis: Die 10 besten Einsendungen erhalten eine schöne Igeltasche von Pro Natura mit leckerem Überraschungsinhalt.
- Eine 4-köpfige Jury wählt die 10 besten Werke aus.
- Für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre
- Einsendeschluss: 3. Juli 2026
- Einsendung per Post: Stiftung PWG, Igelwettbewerb, Flüelastrasse 16, Postfach, 8048 Zürich. Bitte den Absender nicht vergessen. Die im Rahmen des Wettbewerbs erhobenen personenbezogenen Daten werden nur zur Durchführung des Wettbewerbs verwendet.
- Mit der Teilnahme bestätigen die Erziehungsberechtigten ihr Einverständnis zur Teilnahme am Wettbewerb sowie zur Veröffentlichung der eingereichten Beiträge auf der Website der Stiftung PWG. Die Werke werden nicht retourniert.















