Mit neu gekiesten Wegen, einheimischen Schattenpflanzen, dornigen Gehölzen und einer kletternden Waldrebe entsteht ein Lebensraum, der Insekten und Vögeln Nahrung und Schutz bietet – und zugleich den Bewohnerinnen und Bewohnern mehr Aufenthaltsqualität schenkt. Noch ist das Grün jung und muss wachsen, doch schon jetzt lässt sich erahnen, wie der Hinterhof Stück für Stück lebendig wird.
Der neue Aussenraum ist bewusst zurückhaltend gestaltet. Rabatten wurden leicht verbreitert, ein kleiner Sitzplatz wurde mit der Gold-Waldrebe eingerahmt, und ein alter Baumstamm bleibt als Totholzelement stehen. Er wird mit der Zeit Lebensraum für Pilze, Moose und Flechten bieten und den Boden bereichern. So entstehen ökologische Nischen, die den Hof nach und nach in eine grüne Oase verwandeln.
Neue ökologische Nischen entstehen
«Der Zaun ist teilweise mit Stacheln versetzt», erklärt Caflisch. «Dies hat uns dazu inspiriert, dornige Pflanzen einzusetzen. Einige bestanden bereits, wie zum Beispiel die Stechpalme.» Die Pflanzen bieten Schutz für Tiere und setzen zugleich feine Farb- und Strukturakzente im schattigen Hofbereich. «Die Blütenfarben einheimischer Schattenstauden sind meist weiss bis gelblich und bilden später oft rote Früchte aus.»
Auch die Bewohnerinnen und Bewohner profitieren direkt: Pflanztöpfe stehen nun an sonnigeren Stellen, neue Gefässe laden zum Gärtnern ein, und ein Fahrradabstellplatz sorgt dafür, dass Funktionalität und Natur Hand in Hand gehen.
Dieses Projekt zeigt: Es braucht nicht viel Platz, um einen Aussenraum nachhaltig zu verändern. Mit kleinen, durchdachten Massnahmen kann ein Hof Schritt für Schritt zu einem lebendigen Ort voller Pflanzen, Tiere – und Lebensqualität werden.















