Ergänzungsneubau und Erneuerung der Gebäudehülle an der Sihlweidstrasse 20 bis 26

Auf dem 5'128 m2 grossen Grundstück mit einer Überbauung aus den 1970er Jahren bestehen beträchtliche Ausnutzungsreserven. Diese sollen mit einem kleinen, aber feinen Erweiterungsneubau konsumiert werden. Die Stiftung PWG kommt so ihrem Auftrag nach, nicht nur preisgünstige Wohnräume zu erhalten, sondern auch solche zu schaffen. Es soll ein attraktives ergänzendes Angebot preisgünstiger Wohnungen entstehen.

Dazu wurde ein anonymer Projektwettbewerb im selektiven Verfahren gestartet. Eine Jury unter der Leitung von Beat Jordi wählte anfangs 2012 das bezüglich Nutzen, Ökonomie und Ästhetik überzeugendste Projekt. 61 Architekturbüros hatten sich für eine Teilnahme am Wettbewerb beworben, gewonnen haben diesen schliesslich Guignard & Saner Architekten AG aus Zürich.

Ihr Projekt überzeugt durch seine städtebauliche Haltung im grossmassstäblichen baulichen Kontext von Mittelleimbach mit bis zu achtgeschossigen Wohnbauten und Hochhäusern. Der Erweiterungsneubau ist direkt an den Bestand angebaut und geht auf Distanz zu den Nachbarn, während die Gebäudehöhe unter der Höhe der oberen Längsbauten bleibt.

Die 14 neuen Wohnungen sind klar gegliedert in einen Tag- und einen Nachtbereich. Ihre nutzungsneutralen Raumeinheiten und polyfunktionalen Eingangsdielen lassen sich flexibel vermieten – nicht zuletzt, weil die neuen Grundrisse eine ideale Ergänzung zu den bestehenden 24 Wohnungen darstellen.

Die bestehenden Häuser an der Sihlweidstrasse 20 bis 24 von 1975 bedürfen einer Erneuerung der Gebäudehülle. Letztere wird besser wärmegedämmt und erhält neue Fenster. Das Gebäudeinnere bleibt derweil unangetastet, einzig die Lifte werden ersetzt. Denn die Küchen und Bäder sind weiterhin gebrauchstauglich. So können die Bewohner bleiben und die preisgünstigen Mieten werden erhalten.

1478 Visualisierung des Erweiterungsneubaus (Bild: Guignard & Saner Architekten)

921 Die bestehende Siedlung von 1975

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