WOHNEN STATT LUNGERN, SPEISEN STATT SAUFEN

Anstelle der berüchtigten «Schönau» steht seit 2005 ein markanter Neubau an der Bäckeranlage. „Lieber Pils-Bier als Shakespeare“ stand über dem Eingang der Spelunke, die wahrlich nicht das Renommee eines Kulturtempels genoss. Ganz früher bekamen hier Arbeiter und Tagelöhner für wenig Geld eine füllende Mahlzeit, später erlangte das Lokal den Ruf eines «Alkitreffs».

So wunderts kaum, dass sich die Reklamationen von Quartierbewohnern häuften. Besonders Familien litten unter dem Missstand und zogen teilweise fort. Zusammen mit der Drogenszene in der Bäckeranlage gleich gegenüber war für die Bevölkerung das Mass des Erträglichen schliesslich überschritten.

Dann kaufte die Stiftung PWG die Liegenschaft. Unser Neubau mit neun Wohnungen und einem Restaurant sollte neue Mieter ansiedeln, für eine quartierverträgliche Erdgeschossnutzung sorgen und einen Beitrag zur Aufwertung des Langstrassenquartiers leisten. Auch die Anforderungen an die Architektur waren hoch, und es wurde ein Projektwettbewerb unter sechs Architekturbüros ausgeschrieben.

Das siegreiche Projekt trug den Architekten Peter Märkli und Gody Kühnis die «Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich» ein – der Bauherrin zudem einiges an Kritik: Die Mieten seien zu hoch, die Ziele verfehlt. Dem steht gegenüber, dass die Wohnungen im Nun vermietet waren, die grösseren zumeist an Familien. Nicht umsonst geniesst die "Bäcki" den Ruf eines Müttern-Treffs.

572 Die Lage an der Bäckeranlage hat auch schon Vergleiche mit dem Central Park provoziert

1220 In mystischen Herbstnebel gehüllt (Bild: Roger Frei)

1221 Die Balkone geben seitlich den Blick frei (Bild: Roger Frei)

938 Glänzt dank pigmentiertem Lack - der Sichtbeton im Treppenhaus (Bild: Roger Frei)

1222 Bild: Roger Frei

1224 Bild: Roger Frei

1225 Bild: Roger Frei

935 Ein kleines Hochhaus erhebt sich an der Bäckeranlage

1223 Diesem Neubau ...

939 ... wich 2005 die Kneipe «Schönau».

Insgesamt 10 Bilder vorhanden. Anklicken für vergrösserte Ansicht.