Jahresrückblick 2011
Die Lage am Liegenschaftsmarkt hat sich 2011 nochmals erheblich verschärft. Durch die tiefen Hypothekarzinsen wurden für kleinere Liegenschaften erneut höhere Preise bezahlt. Die Flaute an den Aktienmärkten und die hohe Bereitschaft der Banken, Hypothekarkredite zu gewähren, liess Preise und Mieten abermals steigen.
All das erschwert den Erhalt von preisgünstigem Wohnraum. Kommt dazu, dass die Zahl von Mietwohnungen, die zu Eigentumswohnungen umgewandelt wurden, sich ebenfalls stark erhöhte. Ihre Käuferschaft profitiert von den tiefen Zinsen und von der Möglichkeit, ihre Pensionskassengelder als Risikokapital einzusetzen. Platzt die Liegenschaftsblase, wird der Staat mit Zusatzleistungen in die Lücke springen müssen.
Trotz allem konnte die Stiftung PWG in diesem anspruchsvollen Umfeld zwölf Liegenschaften für CHF 35.5 Mio. erwerben. Die neu erworbenen 104 Wohnungen konnten so der Spekulation entzogen werden und weisen auch künftig preisgünstige Mieten auf.
Der Bestand der Stiftung PWG hat sich mit diesen Zukäufen 2012 auf 1482 Mietobjekte, davon 1268 Wohnungen, erhöht. Das Stiftungskapital ist um CHF 5 186 822 auf CHF 123 441 251 angewachsen. Die Rendite von 3.4% auf dem Eigenkapital, inklusive der Erneuerungs- und Amortisationsfonds, entspricht unserem Ziel, das Eigenkapital zum Hypothekarzins der ZKB zu verzinsen.
Obwohl wir Hypothekarzinssenkungen den Mietenden jeweils sofort weitergeben, sind die Zinsen des Fremdkapitals momentan so niedrig, dass auch wir davon profitieren. Mit langfristigen Festhypotheken versuchen wir, weiterhin von der Zinsbaisse zu profitieren und die hohen Preise der Liegenschaften
abzusichern.
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- Jahresbericht 2011 [5 MB]