WOHNEN AM «BERMUDADREIECK»

Die Mieterschaft – vorwiegend Wohngemeinschaften – fühlte sich in den preisgünstigen Wohnungen mit viel Charme sehr wohl. Im Laufe der Jahre hatten sich jedoch Mängel und Schäden angehäuft, die eine grundlegende Erneuerung unumgänglich machten. Wen wunderts: Das Gebäude am sogenannten "Bermudadreieck" wurde 1893 erstellt und seit rund 40 Jahren nicht mehr grundlegend erneuert.

Grundlegend für die Erneuerung waren verschiedene Expertisen und ein Architekturwettbewerb. Die Stiftung PWG lud vier Architekturbüros zur Einreichung von Projektvorschlägen ein. Joos & Mathys Architekten ETH/ BSA/ SIA aus Zürich entschieden den anonymen, einstufigen Projektwettbewerb für sich.

Die Jury unter der Leitung von Pascale Guignard überzeugte der ausgenommen respektvolle Umgang mit der bestehenden Bausubstanz. Die Architekten beschränkten ihren Eingriff auf ein Minimum: Nur was am Ende der Lebensdauer war, wurde ausgetauscht (z.B. die Steigleitungen); alte, aber noch brauchbare Bauteile - etwa die reizvollen Steintröge - blieben erhalten oder wurden wie die Bodenbeläge aufgefrischt.

Das siegreiche Projekt sicherte die vorhandenen Qualitäten der Liegenschaft. Ausserdem beantwortete es das Manko ungenügender Aufenthaltsqualität im Freien auf verblüffende Weise: in der Form eines turmartigen Anbaus im Hof, der allen Bewohnenden zur Verfügung steht.

Die Erneuerung erfolgte im nicht-bewohnten Zustand (Ausnahme Erdgeschoss/ Gewerbenutzung). Baubeginn war im Juli 2010. Die Wohnungen wurden auf den April 2011 bezugsbereit.

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1250 So imaginierten die Architekten den Anbau im Wettbewerb

1249 Eine andere Visualisierung aus dem Wettbewerb

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